Lange waren schufafreie Kreditkarten in Deutschland ein reines Nischenprodukt weniger Banken. Es ist noch gar nicht lange her, da war die Visa-Card der LBB, die Mastercards der Schwäbischen Bank und die Girokonto-Produkte der Wirecardbank so ziemlich die einzigsten Kreditkarten ohne Schufaauskunft. In den letzten Monaten und Jahren hat sich hier viel verändert. Inzwischen bieten immer mehr deutsche Banken Ihre Versionen von Prepaid-Kreditkarten an.
Prepaid-Kreditkarten ohne Schufa deutscher Großbanken
Postbank: Schon seit einiger Zeit bietet die Postbank eine prepaid Visa-Karte an. In letzter Zeit wird diese auch etwas energischer beworben. Die Jahresgebühr beträgt 33,-€, Bei Barabhebungen am Automaten wird der Kunde mit mindestens 5,-€ zur Kasse gebeten. => Zur Kreditkarte der Postbank. Commerzbank: Nach Kreditkarten mit Duft bietet die Commerzbank jetzt auch schufafreie Kreditkarten an. Die Commerzbank ist als Prepaid und Visacard erhältlich. Die Karte kann bis maximal 5.000 € aufgeladen werden, Barabhebungen schlagen mit 5,98 € zu Buche – nicht eben wenig. Die Jahresgebühr beträgt 29,90 €. => Zur Commerzbank Dresdner Bank: Identisch mit den Konditionen der Commerzbank ist die Visa Prepaid-Karte der Dresdner Bank. Wenig verwunderlich, die Dresdner Bank soll ja in Kürze endgültig in der Commerzbank aufgehen.
Fazit: Kreditkarten ohne große Extras, Barabhebungen zu teuer
Mit irgendwelchen Besonderheiten können die Karten von Postbank, Dresdner Bank und Commerzbank nicht aufwarten. Die Jahresgebühren liegen im Bereich des üblichen, die Gebühren für Barabhebungen finden wir zu hoch. Extras wie Wunschmotiv sind nicht vorgesehen – Ausnahme Commerzbank, die ihre Karten wahlweise mit Wunschmotiv oder mit Duft anbietet. Welchen Sinn eine Kreditkarte mit Duft hat, sei mal dahingestellt. Eine angemessene Guthabenverzinsung gibt es leider auch bei keiner der drei Banken. Mit der Payango-Card der LBBW ist man auf jeden Fall preiswerter dran, kann sich ein individuelles Wunschmotiv aussuchenund bekommt eine Verzinsung für sein Guthaben. Eine weitere potentielle Alternative wäre die Visa-Card der LBB.
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Wunschmotive gibt’s bei der Commerzbank schon. Alle Karten, egal ob Standard- oder Prepaid sind wahlweise als Motivkarten oder duftende Karten erhältlich. Die Auswahl kann sich auch sehen lassen und die angebotenen Motive wirken äußerst seriös. Das Einzige, das nicht geht: Verwendung eines eigenen Bildes.
Vor allem schaffen es Commerzbank und Postbank, ihren Bankennamen auf der Vorderseite der Karte anzubringen. LBB und LBBW (payango) machen das komischerweise nicht, so dass deren Karten schon beim ersten Anblick “komisch” wirken. Wie seriös eine Karte beim Bezahlen wirkt, hängt nämlich nicht von der völlig überbewerteten Hochprägung ab.
Ich kann bei den Gebühren für Barabhebungen keinen wesentlichen Unterschied zwischen den 5,- € von der LBB und den 5,- € von der Postbank oder den 5,98 € von der Commerzbank erkennen. Was übrigens immer noch billiger ist, als mit einer ec-maestro-Karte bei mancher Fremdbank Bargeld abzuheben.
Die LBBW nimmt ab einem Abhebungsbetrag von 125,- € nicht mehr die angegebenen 2,50 € sondern 2% des Auszahlungsbetrages. Ab einer Abhebung von 250,- € ist das “payango”-Angebot somit schon nicht mehr günstiger als bei anderen.
Tja, Also Duftkarten sind eh jenseits von Gut und Böse. Wer um Gottes Willen braucht sowas?
Ob das Bankenlogo nun so eine große Rolle spielt? Es gibt ja auch jede Menge Co-Brandingkarten, wo ebenfalls kein Banklogo sondern stattdessen irgendwas anderes drauf ist, ebay, amazon, Lufthansa, dmax, adac oder sonstwas. Die ebay-Karte der Commerzbank ist auch quietschbunt und ohne Banklogo. Ichhabe eigentlich bei normalen Alltagskäufen die Erfahrung gemacht, das weder Banklogo noch Hochprägung noch Kartenmotiv beim Bezahlen groß interessieren. Wichtig ist, das die Karte funktioniert.
Zu Barabhebungen: Die Gebühren sind eigentlich fast alle überhöht. Fast 6,-€ bei Commerzbank und Dresdner ist jedenfalls zu viel. Payango belastet seine Kunden bei kleinen Beträgen auch mit kleinen Gebühren – imme rnoch besser als in jedem Fall 6,- € zu bezahlen, auch wenn man vielleicht nur schnell einen zwanziger braucht. Nach Möglichkeit sollte man Barabhebungen ohnehin besser mit der EC-Karte bei der Hausbank machen.
Wer nicht nur Schufaprobleme hat, sondern auch Pfändungen befürchten muß, hat speziell bei Finanzämtern keine Chancen mit Prepaid-Karten deutscher Banken. Die Finanzämter scannen alle deutschen Banken und pfänden auch in die Prepaid-Karten. Einzige Lösung ist eine Auslandsbank.
Prinzipiell richtig, aber Pfändungen von "Kreditkarten" gehen nicht weil "Kredit" meist nicht pfändbar ist (Dispo auch nicht i.d.R.). Die LBB hat bei mir meinem Finanzamt auf einen Pfändungsbeschluss nen Kreditkartenkonto zurückgemeldet für meine Prepaid VISA und das Finanzamt hat daraufhin die Pfändung wieder aufgehoben weil in dem Antwortschreiben der LBB wohl nichts von Prepaid mit Guthaben stand
(ACHTUNG: Kann ein Einzelfall sein, ich kann nur von mir berichten natürlich. Evl. sind andere Finanzämter schlauer oder andere Banken gemeiner und schreiben gleich Guthaben hin).
hehe ja sowas ähnliches hatte ich auch. als selbständiger querulant ständig im clinch mit dem Finanzamt (aber gottlob keine schufa probleme da das finanzamt mit den zecken nich zusammenarbeitet), aber 1-2 vorübergehende finanzamts kontopfändungen habe ich immer pro jahr wenn sie mal wieder falsche beträge von mir wollen (einkommensteuer vorauszahlungen sind bei mir immer so eine sache wo ich mich weigere sinnlos festgelegte beträge zu zahlen und bisher auch letzlich immer gewinne, aber die dürfen ja sofort pfänden ohne gerichtsbeschluss wie bei normalen menschen, einspruch gilt nicht aufschiebend usw ).
jedenfalls habe ich auch so eine LBB prepaid für meine reisekostenabrechnung und auch da bei mir hat mein finanzamt (würzburg) die versuchte pfändung sofort wieder aufgehoben "weil kreditkartenkonto". ABER bei mir muss ich dazu sagen, die LBB hat trotzdem nach 14 tagen mein guthaben an das finanzamt überwiesen obwohl rechtzeitig vorher wieder aufgehoben (warum auch immer).
also in der tat wohl nur glück gehabt martin! oder ich pech wie dem auch sei, ich habs ja wie immer wieder zurueck gekrigt unterm strich (so korrekt sind die ämter immerhin, spätestens bei der nächsten steuererklärung is alles wieder auf null) aber seltsam fand ich den vorgang trotzdem.
trotzdem kam ich auf der suche nach pfändungssicheren karten/konten auf die seite hier und bedanke mich bei den betreibern für die vielen tollen infos!
Einen besonderen Gag erlebte ich mit der Prepaid-Karte der COMMERZBANK:
Online-Zugang ist bei der Commerzbank-Karte nicht möglich, man musste sich bislang umständlich an einen Telefonservice wenden, der allerdings nur an Werktagen von 8-19 Uhr zur Verfügung stand und lediglich den Guthabenstand mitteilte.
Kürzlich wurde dieses Verfahren geändert, aber nicht zum Vorteil:
Nach Anruf bei der Hotline wird automatisch zur Eingabe der Karten-Nr. aufgefordert. Daraufhin wird sofort (ohne weitere Prüfung) per automatischer Ansage der aktuelle Kartensaldo mitgeteilt.
Das heißt: Jeder, der die Kartennummer kennt (vom örtlichen Tankwart angefangen…), kann via Hotline (069-XXXXXXXX) den aktuellen Guthabenstand der Karte anonym abfragen. Idiotischerweise weist die Commerzbank in ihrem Internetabgebot sogar noch auf die Hotline-Nr. hin:
https://www.commerzbanking.de/P-Portal1/XML/IFILPortal/pgf.html?tab=12&doc=/de/gb/hauptnavigation/1/3/contentseite_zf__prepaid_karte.htm
In meinen Augen ein unerträgliches SICHERHEITSRISIKO, ich werde die Karte zurückgeben.
Habe mir für den Übergang die Visa-Karte der Kreissparkasse Stade geholt (wobei ich die Neteller MasterCard für unübertroffen halte, aber gewisse Stores wie z.B. Apple iTunes akzeptieren bei deutschen Kunden leider keine ausländischen Karten).