Curve – Wird diese Karte alles total verändern?

Zu Curve gibt es einen aktuelleren Artikel!

Ein Unternehmen schickt sich an, die Welt der Kreditkarten völlig zu verändern. Wenn es nach einem britischen Startup geht, haben wir in Zukunft alle nur noch eine Karte: Die Curve Prepaid Mastercard. Auf den ersten Blick ist die Curve Mastercard nichts Ungewöhnliches: Eine hochgeprägte Prepaid Mastercard von Wirecard Solutions. Aber auch wenn die Karte wie eine ganz normale Mastercard aussieht, hat Curve das Potential, alle anderen Karten überflüssig zu machen. Und das liegt an der dazugehörigen App und einigen Spezialfunktionen der Karte.

Curve merkt sich alle Ihre Karten

Curve mastercard blau
Beta-Version der blauen Curve Mastercard

In der App können Sie alle Ihre vorhandenen Debit- und Kreditkarten ganz einfach mit der Kamera Ihres Mobiltelefones erfassen und speichern. (Ähnlich wie andere Apps das mit Visitenkarten machen.) Ihre Karte ist jetzt in Curve integriert. Mit der Curve Card können Sie nun beim Bezahlen auf diese Kreditkarte zugreifen. Sie können jedesmal beim Bezahlen mit der Curve-Card wählen, welche Ihrer gespeicherten Karten für die Transation verwendet werden soll. Sie müssen nicht mehr Dutzende von Karten herumtragen und sich genauasoviele verschiedene PINs merken, sondern sie brauchen nur noch die Curve-Card. Frei nach dem Motto: „Eine für alle!“

Curve erweitert Akzeptanz

Da bei Benutzung der Curve-Card nur noch Curve als Schnittstelle dient, ist es auch möglich, die Akzeptanz von Karten zu erweitern. So kann man z.B. Mit American Express normalerweise nicht überall bezahlen, längst nicht alle Geschäfte akzeptieren diese Karte. Mit Curve hingegen wird es möglich, mit Visa oder Amex überall da zu bezahlen, wo Mastercard akzeptiert wird. Bei Visa macht das in der Zahl der Akzeptanzstellen noch keinen großen Unterschied, bei Amex hingegen steigt die Zahl der Akzeptanzstellen damit drastisch.

Kreditkartengebühren mit Curve

Ein weiterer Vorteil der Curve Prepaid Mastercard soll beim Sparen von Bankgebühren sein. Besonders für Vielreisende, die häufig mit Fremdwährungen bezahlen, soll die Curve Mastercard interessant sein. Curve behauptet, in jedem Fall immer nur den günstigen Wechselkurs von Mastercard plus 1 % Gebühren zu berechnen, egal was die Transaktion normalerweise mit der gleichen Kreditkarte ohne Curve kosten würde.

Ich kann bisher leider wenig dazu sagen, wie gut oder schlecht die Karte in der Praxis funktioniert, da ich es noch nicht selbst getestet habe. Man hat gerade erst damit begonnen,  die ersten Karten auszugeben, auf denen derzeit auch noch ein Aufdruck mit der Aufschrift „beta“ prangt. Ich werde das aber schnellstmöglich nachholen und dann werde ich mich selbst davon überzeugen, was die Karte kann und was nicht.

Es ist zum Beispiel noch nicht hundertprozentig klar, ob wirkliche alle Banken von Curve unterstützt werden. Bisher ist die Karte ausschließlich für Personen innerhalb der EU erhältlich, die iOS als Betriebssystem auf ihrem Mobiltelefon nutzen. Das soll sich aber bald ändern, eine Android-Version ist bereits in Arbeit und in Zukunft soll die Karte dann auch weltweit vermarktet werden. Die Karte ist in zwei Versionen erhältlich, als blaue Karte und als schwarze Karte. Letztere ist teurer, soll aber neue Funktionen als erste implementiert bekommen.

Ich denke das Ganze ist eine spannende Sache. Es gibt zwar mit Apple Pay bereits einen ganz ähnlichen Ansatz, der allerdings das Mobiltelefon als Zahlungsmedium benutzt anstatt einer herkömmlichen Bankkarte. Apple Pay hat gegenüber Curve den Nachteil, das die Transaktionen vom Limit her limitiert sind und dass in vielen Ländern die Ladenkassen noch nicht auf das Bezahlen mit Mobiltelefonen eingerichtet sind.

Ein umfassender Testbericht wird folgen, sobald ich mir eine besorgt habe…

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8 Gedanken zu „Curve – Wird diese Karte alles total verändern?“

    • Schauen wir mal ob es dabei bleibt, oder ob Curve die Kurve kriegt und das Problem mit Amex beheben kann. Ohne Amex würde das Angebot auf einen seiner Hauptpluspunkt everzichten müssen. Das wäre schade.

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  1. Um eine Karte zu ordern, müsste erstmal die Website auf Android funktionieren. Ausser 2 schwarzen Strichen ist momentan nichts zu sehen.

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    • Für Kunden mit Android ist die Karte noch nicht verfügbar – das ganz eist noch in der Betaphase und die Android-App wird derzeit entwickelt.

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  2. Über die Karte kann man viel sagen, angefangen von dem „Problem“ das es eine Corporate Card ist so wie die Fotos und die TOS aussehen – damit die Firma höhere Transaktionsgebühren verlangen/damit Geld verdienen kann, was aber auch zu höheren Kosten für die Benutzer / Ablehnung der Karte führen KÖNNTE seit die EU da die Diskriminierung zwischen privaten und corporate cards erlaubt von Transaktionsgebühren her, darüber hinaus das man keine Prepaid/Gift Cards benutzen/anmelden kann, was meine Idee zu Nichte macht damit alle Karten die ich so habe die noch nicht contactless nutzbar sind über die Curve-Karte auch kontaktlos benutzen zu können, bis hin zu Dingen der relativ hohe Preis und die lange Auslieferungszeit (4-6Wochen).

    Abgesehen davon sicher eine nette Idee, Im Gegensatz zu Apple Pay kann man damit immerhin auch in konservativen Ländern wie Deutschland wo das nicht nicht geht/kaum contactless möglich ist auch mit Chip&PIN/Magnetstreifen zahlen, Dafür muss man noch eine Karte mitschleppen zum Telefon und Apple Watch geht nicht, aber jedem das Seine!

    Hauptproblem ist sicherlich die komische Sache mit den TOS die die Karte als Business abstempelt („You agree that your Curve Account is a Business Account. The Curve Card
    attached to your Account is a ‘Commercial Card’ as defined by the EU
    Multilateral Interchange Fee Regulation therefore its use by you must be
    limited to business expenses. ) und der Sache das man keine Prepaid/Gift Cards hinterlegen kann als funding source was es etwas einschränkt.

    Den Rest muß man sehen wie es sich entwickelt.

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  3. Ich finde das Curve-Prinzip weiterhin interessant – lassen wir uns überraschen, ob sie die aktuellen Kinderkrankheiten noch in den Griff bekommen. Und das AMEX mit denen nichts zu tun haben will, ist ohnehin klar. AMEX unterbindet grundsätzlich jede Form des Guthabentransfers.

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  4. Das wird erst mal nichts, nach einer Anfrage gestern liefert Curve immer noch erst mal in UK aus, und kann im Rest von der EU trotz Anmeldemöglichkeit nicht bedienen

    „We’re still working towards getting cards sent out in Europe in the Summer but the associated necessities (licenses, secur
    +ity checks etc) do take some time and it’s not something we can, or would want to, rush.“

    Wird also noch paar Monate dauern etwa bis man das mal testen kann leider.

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  5. Die unterstützen noch nicht einmal das mit Abstand am weitesten verbreitetste Betriebssystem Android. Forget it!

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