Excalibur Mastercard – Kein billiges Vergnügen.

Und wieder einmal gibt es eine weitere Prepaid Mastercard mit Hochprägung: Die Excalibur Mastercard. Die nach dem sagenhaft Schwert des König Artus (?) benannte Karte verspricht viel: Hochprägung und eigene IBAN für jede Karte – damit kann die Karte nebenbei auch Bankkonto für Zahlungen genutzt werden. So können zum Beispiel Affiliateprovisionen oder sonstige Nebeneinkünfte problemlos dank der vorhandenen deutschen SEPA-Bankverbindung auf das Kartenkonto überwiesen werden. Da die Karte von einem britischen Anbieter (Wirecard Card Solutions) stammt, ist das Kartenkonto auch weitgehend pfändungssicher. Auch das Design ist ansprechend. Ebenfalls erfreulich ist die einfache Beantragung der Karte – im Gegensatz zu den meisten deutschen Anbietern ist kein umständliches Postidentverfahren erfoderlich, um die Karte zu beantragen. Soweit so gut.

Wer die Excalibur will, muß tief in die Tasche greifen

Leider ist die Karte kein ganz billiges Vergnügen. Wer die Excalibur Prepaid Mastercard sein eigen nennen will, muß erst einmal tief in die Tasche greifen. Neben einer einmaligen Ausgabegebühr von 99,- EUR werden noch weitere 39,- EUR Jahresgebühr fällig, so dass der Kartenkunde erst einmal 138,- EUR berappen muss, um an das begehrte Stück Plastik zu kommen. Ob sich das wirklich lohnt ist fraglich. Zumal es nicht dabei bleibt.

Die Liste mit den Transaktionsgebühren kann einem der Tränen in die Augen treiben – nicht einmal ein ganz simpler Einkauf mit der Karte im Geschäft ist kostenlos… Auch jede Aufladung der Karte per Überweisung schlägt immerhin mit 1,30 EUR zu Buche. Noch teurer ist die Überweisung per Giropay oder Sofortüberweisung. Damit ist die Excalibur Prepaid Mastercard ein hervorragendes Instrument, um aus viel Geld weniger Geld zu machen.

Bargeldbezug am Geldautomat (national/international) € 4,70  
Bargeldbezug Bankschalter € 6,00  
POS Transaktion € 0.70  
Gebühren für Käufe in der Karten-Währung Kostenlos  
Service Gebühr (Abzüge) für Käufe in einer anderen Währung als die der Karte 2.75%  
Gebühr für die Aufladung einer Karte per Giropay € 2.25% + € 0.70
min. € 1.00  
Gebühr für die Aufladung einer Karte per Sofortüberweisung € 2.25% + € 0.70
min. € 1.00  
Gebühr für die Aufladung einer Karte per Banküberweisung (aus dem Ausland – nicht SEPA/EEA) € 50.00  
Gebühr für die Aufladung der Karte per SEPA-Überweisung € 1.30  
Gebühr für Kontoschließung € 15.00  
Gebühr für vorübergehende Kartensperre € 10.00  

Die Karte wird übrigens von der Wirecard Card Soltions Ltd ausgegeben und von einer ebenfalls in UK ansässigen FIrma vertrieben.

Es gibt genug preiswertere Alternativen zur Excalibur

Die Excalibur wäre wegen der individuellen Kontoverbindung eigentlich eine ganz interessante Karte. Bei der Preisgestaltung kommt dieser Vorteil aber nicht  zum tragen. Angesichts der Gebührenstruktur würde ich persönlich mir diese Karte jedenfalls nicht zulegen.

Alternativen gibt es genug: Wer nicht unbedingt die Bankingfunktion benötigt, ist auch mit der schon für weniger als 10,- EURO erhältlichen NETELLER Prepaid Mastercard oder mit der ebenfalls für weniger als 10,- EUR erhältlichen Kalixa Mastercard bestens bedient. Beide Karten sind hochgeprägt, verfügen allerdings im Gegensatz zur Excalibur nicht über eigene, separate Bankverbindung, sondern nutzen für die Kartenaufladung ein Sammelkonto.

Eine weitere Alternative zur Excalibur ist natürlich auch die VIABUY Mastercard. Auch bei der VIABUY ist zwar zum EInstieg eine etwas größere Summe fällig (die Jahresgebühren für 3 Jahre), aber immerhin kann die VIABUY Mastercard kostenfrei aufgeladen werden und verursacht auch bein normalen EInsatz am POS keine zusätzlichen Kosten und ist somit unterm Strich deutlich preiswerter als die Excalibur Card. Im Gegensatz zu Kalixa und Neteller sind bei VIABUY auch Zahlungen Dritter auf das Kartenkonto möglich.

Wer unbedingt ein schufafreies Girokonto sucht, dem sei bis auf weiteres das Konto der Fidor Bank empfohlen.

Über den Autor Markus Gäthke

Zuverlässige Informationen über schufafreie Kreditkarten. Seit 2008 informiert Markus Gäthke auf diesem Blog über schufafreie Kreditkarten. Was als Hobbyprojekt begann, ist inzwischen die wohl umfangreichste Webseite zu diesem Thema.

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