Totgesagte leben länger: Avuba ist zurück

Es sah so aus, als sei das Projekt Avuba gescheitert. Wie Number26 wollte auch das Team um Avuba-Gründer Jonas Piela das Girokonto revolutionieren. bekanntlich hatten die Avubakunden letztes Jahr Ihre Kündigung bekommen und die e-Wallet wurde geschlossen. Jetzt ist Avuba zurück. Offenbar hat man diesmal Nägel mit Köpfen gemacht. Auf der Webseite wird jetzt ein neues Girokonto mit Mastercard und Maestro angeboten, zusammen mit einer Banking-App für das Mobiltelefon, wie wir sie bereits von Number26 kennen.

Avuba bietet ein komplettes Paket

Diesmal hat man sich nicht mit einer Politik der kleinen Schritte aufgehalten und gleich Nägel mit Köpfen gemacht. Das Konto-Paket beinhaltet alles, was wir auch bei Number26 finden:

  • Eine Maestrokarte
  • Eine Mastercard
  • Ein Girokonto
  • Eine Banking-App, um das Ganze zu verwalten und zu benutzen

Noch nicht ganz klar ist, wonach sich richtet, ob man eine Mastercard oder eine Maestrokarte bekommt. Es ist auch noch nicht aus der Webseite entnehmbar, um welchen Typ Mastercard  (Prepaid/Debit/Classic) es sich genau handelt und ob die Karte hochgeprägt ist oder flach

IBAN in Großbritannien

Bei der Suche nach einem Bankpartner ist man bei Avuba offenbar in Großbritannien statt in Deutschland fündig geworden. Die Bankkarten werden von der Raphaels Bank ausgegeben. Bei der Raphaels Bank handelt es sich um eine Privatbank mit einer langen Geschichte. Das Bankhaus wurde schon vor fast 200 Jahren als Privatbank gegründet und hat sich heute unter anderem auf die Ausgabe von Prepaid Kreditkarte spezialisiert. Die Bank ist und schonm einmal begegnet – auch die mittlerweile vom Markt verschwundene Yunacard wurde von der Raphaels Bank ausgegeben.

Die kontoführung erfolgt anscheinend bei der Barclay Bank, ebenfalls in Großbritannien. Damit werden die Avubakonten eine britische IBAN haben. Ich würde darin allerdings eher einen Vorteil sehen

Das Konto ist kein Umsonstangebot

Avuba ist im Gegensatz zu Number26 kein „Umsonstangebot“. Aber ich halte das auch für besser so. Es gibt nichts wirklich umsonst in einer Marktwirtschaft und bei Number26 äußert sich das anscheinend dahingehend, das unliebsamen Kundenschoin mal das Konto gekündigt wird. Für mich ist jedenfalls Avuba das unterm Strich sympathischere Angebot. Die Raphaels Bank ist mir jedenfalls lieber als die Wirecardbank, die mit dem Prepaid Trio das wohl teuerste Girokonto für Menschen mit Schufaproblemen anbietet. Lieber ein Konto, dass von vorneherein mit einer fairen Gebührenstruktur daherkommt, als ein Umsonstangebot, dass am Ende doch Stück für Stück zurückgenommen wird. Die Gebühren für das Avubakonto im Überblick:

  • Virtuelle Mastercard: 1,- EUR / Monat oder 10,- EUR / Jahr
  • Physische Mastercard oder Maestrokarte: 3,- EUR / Monat oder 30,- EUR / Jahr
  • Barabhebungen: 1,- Euro je Barabhebung
  • App: Kostenlos

Damit ist Avuba eine faire Alternative zu Number26 oder auch zur Fidor Bank.

Avuba sucht Betatester

Noch befindet sich das Ganze zwar in der Beta-Phase. Auf der Webseite von Avuba werden derzeit Betatester gesucht, die das Konto auf Herz und nieren testen sollen. Wer das Konto testen will, kann sich jetzt mit seiner Emailadresse als Betatester auf der Avuba-Webseite anmelden!

 

 

 

Über den Autor Markus Gäthke

Zuverlässige Informationen über schufafreie Kreditkarten. Seit 2008 informiert Markus Gäthke auf diesem Blog über schufafreie Kreditkarten. Was als Hobbyprojekt begann, ist inzwischen die wohl umfangreichste Webseite zu diesem Thema.

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