Schock: VISA sperrt Bitcoin Debitkarten

  • 6. Januar 2018
Wavecrest Visa

Hunderttausende Besitzer von VISA Debitkarten haben eine böse Überraschung erlebt: VISA hat alle Karten gesperrt, die von dem Zahlungsdienstleister Wavecrest auf Gibraltar herausgegeben wurden. Die Entscheidung kam aus heiterem Himmel. Das Ereignis scheint sowohl für Wavecrest als auch für die Unternehmen, die mit Wavecrest zusammenarbeiten, völlig überraschend gekommen zu sein.

Wer ist von der Sperrung der Wavecrest-Karten betroffen?

Von der Sperrung der Wavecrest-Visa-Karten ist eine große Anzahl von Visa Debitkarten betroffen. Die meisten davon werden von Firmen angeboten, die die Option bieten, Bitcoins mit der Visa-Karte am Geldautomaten oder am POS ausgeben zu können. Betroffen sind Wirexcard, XAPO, Bitwala, Wagecan, ADVCash, TenX und zahlreiche weitere Anbieter von Debitkarten. Die meisten in Zusammenhang mit Bitcoins oder anderen Kryptowährungen wie Ether oder Dash. Für die Betroffenen eine unangenehme Sache, da die Sperrung plötzlich über Nacht erfolgte. Schon vor längerem hatte VISA Wavecrest veranlasst, keine Visakarten mehr an Kunden außerhalb der europäischen Union auszugeben. Wavecrest gibt neben Visa auch Mastercards aus. Diese sind jedoch nicht von der Sperrung betroffen und funktionieren weiter nach wie vor. Einige Anbieter wollen ihren Kunden neue Karten kostenlos zur  Verfügung stellen.

Warum hat VISA die Karten gesperrt?

Man kann zurzeit nur darüber spekulieren, warum VISA zu einer so drastischen Maßnahme gegriffen hat und die Karten so kurzfristig gesperrt hat. Findet hier ein Schlag gegen die Verwendung von Kryptowährungen wie Bitcoin statt? Unter dem üblichen Vorwand der Kriminalitätsbekämpfung? Andererseits werden und wurden Prepaidkarten schon immer gerne von Kriminellen zum „Auscashen“ von durch Kreditkartendiebstahl oder sonstigem durch Betrug ergaunerten Geld verwendet. Sollte es Unregelmäßigkeiten gegeben haben, so dass VISA zu diesem Schritt gezwungen war?

Was wird aus den Wavecrest Kartenguthaben?

Wenigstens eine gute Nachricht gibt es für die betroffenen Kunden: Die Guthaben werden von den betreffenden Kartenkonten in die online-Wallets der jeweiligen Anbieter zurückgebucht. Sie sind so in Form von Bitcoins oder herkömmlicher Währung wieder verfügbar. Die meisten Anbieter haben sich inzwischen mit ihren Kunden in Verbindung gesetzt. Sie bemühen sich, so schnell wie möglich einen Ersatz zu finden. So ist Wirex bereits bei gesprächen mit einem anderen Kartenanbieter. Auch seitens XAPO sucht man intensiv an einer neuen Lösung. TenX will sich um eine Banklizenz bemühen und in Zukunft eigene Visa- oder Mastercards ausgeben. Bei Wagecan kann zur Zeit noch eine alternative Karte bestellt werden.

Welche Alternativen gibt es?

Wer Wert darauf legt, eine Karte zu benutzen, die mit Bitcoin oder anderen Kryptowährungen funktioniert, ist zur Zeit besser dran mit Mastercard. So kann man zum Beispiel VIABUY ebenfalls mit Bitcoins aufladen. Auch die Mastercards von ADVCash funktionieren nach wie vor. ePayments bietet ebenfalls eine Mastercard, die auch mit Bitcoin aufladbar ist.

Wie sieht es bei Ihnen aus? Haben Sie auch unter einen gesperrten Visakarte zu leiden? Ich freue mich auf Ihren Kommentar zum Thema.

Über den Autor Markus Gäthke

Zuverlässige Informationen über schufafreie Kreditkarten. Seit 2008 informiert Markus Gäthke auf diesem Blog über schufafreie Kreditkarten. Was als Hobbyprojekt begann, ist inzwischen die wohl umfangreichste Webseite zu diesem Thema.

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