Avuba ist live – besser als N26?

Es ist soweit, Avuba hat die Beta-Phase abgeschlossen und ist jetzt live. Die Avuba-App steht im Google Store und bei Apple zum Download bereit. Damit gibt es jetzt eine echte Alternative zur N26 (früher Number26) und zur Fidor Bank Das Eröffnen eines Kontos bei Avuba ist genauso einfach und unkompliziert wie bei N26: Die Identifikation des Kunden erfolgt per Videochat anhand des Ausweises oder Reisepasses.

Vollwertiges Konto mit IBAN / BIC und Maestro / Mastercard Kartenduo.

Bei der Ausstattung braucht sich Avuba nicht neben der Fidor Bank oder N26 zu verstecken: Es gibt eine Maestrokarte, eine Mastercard und eine rein virtuelle Mastercard für den reinen Onlineeinkauf. Wie bei N26 auch steht die App im Mittelpunkt des Nutzererlebnisses. Geld kann problemlos mit dem Handy transferiert werden. Sowohl per herkömmlicher SEPA-Überweisung als auch mit direkt an einige beliebige Handynummer oder Emailadresse. Der Empfänger muß dann selbst seine Bankverbindung angeben, um das Geld empfangen zu können. Was derzeit noch fehlt ist offenbar eine Lastschriftfunktion. Die soll aber bis zum Ende des Jahres nachgereicht werden, man arbeitet bei Avuba bereits mit Hochdruck daran, die zusätzliche Funktion in das System zu integrieren.

Avuba: Geld liegt bei der Raphaels Bank in Großbritannien

Im Gegensatz zu N26 und der Fidor Bank hat Avuba keine eigene Banklizenz. Das Fintech-Startup setzt stattdessen auf eine britische Partnerbank. Die Raphaels Bank stellt die Mastercard und die Maestrokarte zur Verfügung, die Konten der Kunden werden von Barclays verwaltet. Aus diesem Grund haben Avuba-Konten auch eine britische IBAN. Einen Nachteil sehe ich darin eigentlich nicht, denn in der Praxis macht es dank SEPA keinen Unterschied, ob das Konto nun in Deutschland oder in Großbritannien geführt. Wer weiß, vielleicht wird das Avuva-Konto nach dem Austritt der Briten aus der EU zum Offshorekonto…

Kein Gratis-Angebot, dafür mehr Privatsphäre

Im Gegensatz zu N26 gibt es das Avuba-Konto nicht ganz zum Nulltarif. zwar ist das Konto als solches kostenlos, für die Karten fallen aber Gebühren an. Dafür verspricht Avuba, die Daten seiner Nutzer nicht kommerziell auszuwerten oder zu verkaufen.

Ob sich das Angebot auf Dauer gegen das Girokonto von N26 durchsetzen kann, bleibt abzuwarten. N26 dürfte sehr viel großzügiger mit Kapital ausgestattet sein als Avuba und kann auch längere Zeiträume überstehen, ohne Gewinn zu erzielen. Ob Avuba sich auf Dauer amMarkt hält, hängt also vor allem davon ab, ob die Kunden bereit sind, die Gebühren für die Mastercard und Maestrokarte zu bezahlen oder ob sich die übliche Geiz-ist-Geil-Mentalität durchsetzt und stattdessen das kostenlose N26-Angebot angenommen wird. Immerhin kann man damit rechnen, dass Menschen mit Schufa-Problemen bei Avuba nicht abgelehnt werden, denn eine Überziehungsmöglichkeit ist nicht vorgesehen und solange die Kunden die Kartengebühren zahlen, kann Avuba die Bonität der Kunden egal sein.

Zum Avuba-Konto

Über den Autor Markus Gäthke

Zuverlässige Informationen über schufafreie Kreditkarten. Seit 2008 informiert Markus Gäthke auf diesem Blog über schufafreie Kreditkarten. Was als Hobbyprojekt begann, ist inzwischen die wohl umfangreichste Webseite zu diesem Thema.

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