Der Geld-Notruf der Fidor Bank im Praxistest

Mittlerweile bin ich dazu gekommen, den „Geld-Notruf“ der Fidor Bank einmal selbst zu testen. Da ich die Anforderungen der Bank für den Geld-Notruf erfüllte, war das kein Problem. (Voll identifizierter Kunde mit Postident sowie einen Umsatz von über 1000,- EUR / monatlich innerhalb der letzten 12 Monate.) Die Benutzung des Geld-Notrufs war verblüffend einfach:

100,00 EURO schufafrei per Mausklick von der Fidor Bank

Es ist tatsächlich soeinfach, wie es sich in der Beschreibung der Fidor bank anhört: Ein klick auf den Button „Geld-Notruf“ und schon öffnet sich ein Menü, wo man den gewünschten Betrag anwählen kann. Bei, ersten Mal gehen nur 100 EURO, der größere betrag von 199,00 EURO ist erst verfügbar, wenn nach 30 Tagen die ersten 100,00 EURO zuzüglich 6,00 EURO Gebühren planmäßig zurückgezahlt worden sind. Die Bestätigung des Auftrags zur Auszahlung der 100 EUR erfolgen dann über eine mTAN mit dem Handy.

Sowie die mTan eingeben wurde, werden die 100,00 EURO auf dem FidorPay Girokonto gutgeschrieben und können nach Herzenslust verpraßt werden, zum Beispiel unter Verwendung der hervorragenden Prepaid Mastercard, über die an anderer Stelle schon ausführich berichet wurde.

Nach 30 Tagen ist Tag der Abrechnung beim Geld-Notruf

Natürlich sind die 100,00 EURO ein Mini-Kredit, der zurückgezahlt werden muß und kein Geschenk. Man sollte daher dafür sorgen, das nach Ablauf von 30 Tagen ein Guthaben von wenigstens 106,00 EURO auf dem FidorPay Konto ist, damit die Bank den fälligen Betrag per Lastschrift abbuchen kann. Das sollte dann auch klappen. (Wer dann kein gedecktes Konto hat, bekommt sicher so schnell keinen zweiten Mini-Kredit). Welche Maßnahmen die Bank dann einleitet, um das Geld einzutreiben steht nicht auf der Webseite. Ich würde es auch nicht darauf ankommen lassen. Die Fidor Bank bietet einen Mini-Kredit ohne Schufa, ohne Gehaltsnachweis und ohne sonstige nennenswerte Sicherheiten – das macht sonst keine andere Bank. Es wäre schön, wenn dieser Service nicht mißbraucht wird.

Ab dem 2. Geld-Notruf ist auch vorzeitige Rückzahlung möglich

Beim ersten Mal ist es übrigens nicht möglich, den Kredit vor Ablauf von 30 Tagen zurückzuzahlen. Wenn der Erste Kredit zurückgezahlt ist und der Geld-Notruf erneut benutzt wird, kann der Kredit auch manuell zurückgezahlt werden, bevor die Laufzeit von 30 Tagen abgelaufen ist. An der Bearbeitungsgebühr von 6,-EUR ändert sich dabei nichts. Vermutlich soll mit dieser Regelung verhindert werden, das gewisse „Experten“ sich erst 100 EURO leihen, die anschliessend zurückzahlen und dann gleich den nächstgrößeren Geld-Notruf in Höhe von 199,-EUR freigeschaltet bekommen… (der dann womöglich nicht zurückgezahlt wird)

Ab dem zweiten Mal steht der „große“ Geld-Notruf zur Verfügung

Wenn der erste Geld-Notruf wie vorgesehen nach 30 Tagen zurückgezahlt wurde, wird automatisch die Option für den größeren Kredit in Höhe von 199,00 EURO freigeschaltet. abgesehen von dem größeren Betrag gelten hier die gleichen Regeln wie bei dem Geld-Notruf für 100,00 EURO.

Ich bin gespannt, wie dieses Angebot der Fidor Bank angenommen wird und ob das tatsächlich lanfristig funktioniert, oder ob die Ausfallquote am Ende doch zu hoch ist und das Produkt wieder verschwindet. Letzteres wäre schade…

Zur Webseite der Fidor Bank

Über den Autor Markus Gäthke

Zuverlässige Informationen über schufafreie Kreditkarten. Seit 2008 informiert Markus Gäthke auf diesem Blog über schufafreie Kreditkarten. Was als Hobbyprojekt begann, ist inzwischen die wohl umfangreichste Webseite zu diesem Thema.

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