Sie ist wieder da: Die King Prepaid Mastercard

  • 6. September 2017
KING Prepaid Mastercard

Lange Zeit war sie nicht erhältlich, jetzt ist sie wieder da: Die KING Prepaid Mastercard. Hat dieses Angebot Hand und Fuß? Oder ist die Karte eher weniger zu empfehlen? In diesem Artikel nehmen wir die King Prepaid Mastercard genau unter die Lupe und sehen und Vorteile und Schwachstellen genauer an.

Es handelt sich um eine ganz normale Prepaidkarte mit Hochprägung. Die KING Prepaid Mastercard hat gewisse Ähnlichkeiten mit der VIABUY Prepaid Mastercard, was den Funktionsumfang und die Auflademöglichkeiten betrifft.

Alles in allem also nichts, was man nicht auch vor ein paar Jahren schon bekommen konnte. Die KING Prepaid Mastercard kann von jedem beantragt werden, es findet natürlich keine Schufaabfrage statt. Der Wohnsitz muss sich innerhalb der SEPA-Zone befinden. Dazu gehören Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn und Zypern.

Die Auslieferung der Karte benötigt etwa 7-10 Tage.

Auflademöglichkeiten der KING Prepaid Mastercard

  • Die KING Prepaid Mastercard bietet eine ganze Reihe von Auflademöglichkeiten:
  • Banküberweisung (eigentlich obsolet, da inzwischen nur noch SEPA-Überweisiungen)
  • SEPA-Überweisung
  • Sofortüberweisung
  • Kreditkarte / Debitkarte
  • Ukash

Damit steht eine angemessene Bandbreite an Auflademöglichkeiten zur Verfügung. Die meisten davon leider mit erheblichen Gebühren behaftet.

Die Sache mit den ID-Leveln

Leider muss man sich über ein eSystem von 3 verschiedenen ID-Leveln identifizieren. Erst ab ID-Level drei läßt sich die Karte wirklich vollständig nutzen. Bei den niedrigeren ID-Leveln gibt es entsprechend geringe Limits bei der Nutzung der Karte.

Lohnt sich die Anschaffung der KING Prepaid Mastercard?

Wenn ich einen Blick auf die Gebühren werfe, wird schnell klar, dass es sich hier nicht gerade um ein Schnäppchen handelt. Es gibt keine kostenlose Auflademöglichkeit und bei jeder Transaktion werden Gebühren fällig. Es gibt zwar keine Monats- oder Jahresgebühren, aber eine einmalige Ausgabegebühr in Höhe von 49,- EUR.

Laut Preisliste ist zwar eine kostenlose Aufladung per Überweisung möglich, daneben werden aber SEPA-Überweisungen gesondert als kostenpflichtige Überweisung aufgeführt. Das ergibt wenig Sinn, denn mittlerweile werden ja alle Üerweisungen nach dem SEPA-Verfahren durchgeführt.

Gebühren

Kartengebühr

Hauptkarte € 49.00 Ausgabegebühr
Kartengebühr € 0
Monatsgebühr € 0

Aufladegebühren

Bareinzahlung (zzgl. etwaiger Kosten am Bankschalter) € 1.50
Banküberweisung Kostenlos
SEPA-Überweisung 1.75%, mindestens €1.75
Sofortbanking 2.50%, mindestens €2.00 (nur Deutschland, IDV-Upgrade erforderlich)
Card to card transfer (mindestens ID-Level 2) Kostenlos
Kredit/Debit-Karte 5.00 %, mindestens €2.50 (IDV-Upgrade erforderlich)
Ukash 8.50%, mindestens €5.00 (in Deutschland nicht verfügbar)

Transaktionskosten

Abhebung am Geldautomaten (mindestens IDV-Level 2) € 5.00
POS-Transaktion €0.25
Bargeldabhebung am Bankschalter € 10.00
Fremdwährungseinsatz 2.75 %
Card to card transfer (mindestens ID-Level 2) Kostenlos
Kontostandabfrage am Geldautomaten € 0.99
Fehlgeschlagene Transaktion am Geldautomaten € 0.50
PIN-Änderung € 3.00

Zusätzliche Gebühren

Rücknahmegebühr bei Kontenschliessung € 10.00
Kontoschliessung € 10.00
Chargeback-Bearbeitung € 25.00
Ersatzkarte € 9.00
IVR pro minute € 0.99
IDV upgrade € 12.00
Inaktivitätsgebühr (nach 3 Monaten) € 2.50
Investigative Bearbeitungsgebühr € 25.00
monatl. Kontogebühr nach Ablauf der Karte € 2.50
Gebühr für fehlgeschlagene Transaktionen € 10.00

Fazit: Zu teuer für die gebotene Leistung

Für meinen Geschmack ist diese Karte deutlich zu teuer. Es gibt andere Karten mit ähnlichen Spezifikationen, mit denen man wesentlich günstiger fährt. Vor allem bei intensiver Nutzung und häufigeren Barabhebungen ist die KING Prepaid Mastercard ein teures Vergnügen. Da kann auch die fehlende Jahres- und Monatsgebühr das Blatt nicht mehr wenden, zumal ja trotzden noch eine Einmalgebühr in Höhe von 49,- EUR anfällt.

Zum Anbieter

 

Alternativen zur KING Prepaid Mastercard:

Über den Autor Markus Gäthke

Zuverlässige Informationen über schufafreie Kreditkarten. Seit 2008 informiert Markus Gäthke auf diesem Blog über schufafreie Kreditkarten. Was als Hobbyprojekt begann, ist inzwischen die wohl umfangreichste Webseite zu diesem Thema.

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